FAQ zum Unternehmenswald: Ihr fragt. Wir antworten.

In unserem letzten Blogbeitrag hatten wir unser neuestes Nachhaltigkeitsprojekt – den zweiten Treedom Unternehmenswald – vorgestellt. Wir freuen uns über das positive Feedback und beantworten gerne einige Fragen, die ihr uns gestellt habt.

„PROAD steht für „Software made in Germany" – warum unterstützt ihr dann nicht eine der vielen Baumpflanzaktionen in Deutschland?"

Bei der Auswahl unseres Nachhaltigkeitsprojekts haben wir uns intensiv mit den verschiedenen Aktionen auseinandergesetzt. Es gibt viele engagierte, unterstützenswerte Aufforstungsinitiativen in Deutschland und wir haben auch darüber nachgedacht, die Ärmel hochzukrempeln und mit unserem Team Bäume in einem Waldprojekt vor unserer Bürotür zu pflanzen. Für Bäume, die wir anfassen und irgendwann später vielleicht sogar umarmen können. Was dann aber den Ausschlag für einen Unternehmenswald in Kenia gegeben hat: Wir möchten gerne ein Projekt unterstützen, das neben dem Klimaschutz auch einen sozialen und ökonomischen Impact hat. Das Treedom-Konzept hat uns überzeugt, denn es ist weit mehr als „nur" ein Aufforstungsprojekt.

Übrigens: Deutschland ist mit rund ein Drittel waldbedeckter Fläche bereits das waldreichste Land Mitteleuropas!

 

„Einige Baumpflanz-Initiativen stehen in der Kritik. Was ist an Treedom-Projekten anders?"

 

Treedom ist unter anderem FSC®-zertifiziert sowie Teil der „Certified B Corporations", eines Netzwerks von Unternehmen, die sich durch hohe ökologische und soziale Leistungen auszeichnen.

 

Jedes Treedom-Projekt hat das Ziel, konkrete und nachhaltige wirtschaftliche Benefits für die Kleinbauern und Agrarkooperativen vor Ort zu generieren, z.B. Arbeitsplätze, Einkommensquellen und Weiterbildungsmöglichkeiten. Voraussetzung ist unter anderem, dass jeder der am Projekt beteiligten Kleinbauern eigenständiger Behüter seines Grund und Bodens ist, um vom Ertrag der Bäume selbst profitieren zu können. Bis der Baum Früchte trägt, unterstützt Treedom die Agrargenossenschaften finanziell. Die Projekte werden unter Berücksichtigung ökologischer Aspekte entwickelt, mit strengen Vorschriften zum Boden- und Naturschutz. Pflanzenarten werden nach Berücksichtigung von Umweltzielen und den Bedürfnissen der Agrargemeinschaften vor Ort ausgewählt - beispielsweise gezielt zum Erosionsschutz oder zum Erhalt der Artenvielfalt. Und ganz wichtig: Fehlbestände werden ausgeglichen.

Bildquelle: treedom.net

 

Den Treedom Impact-Report 2020 mit vielen Zahlen & Fakten könnt ihr downloaden unter https://static.treedom.net/reports/Impact%20Report_2020_EN-komprimiert.pdf

 

„Was hat das Pflanzen von Bäumen in eurem Unternehmenswald mit den Sustainable Development Goals zu tun?"

Wie schon erwähnt, haben wir mit Treedom bewusst eine Initiative ausgewählt, die über den Tellerrand von Klimaschutz hinausdenkt – weil ein isolierter Fokus auf Naturschutz den Planeten nicht retten wird. Globaler Klimaschutz ist untrennbar damit verbunden, dass Menschen weltweit Zugang zu finanzieller Teilhabe, gesunden Lebensbedingungen und Bildung erhalten. Auch die Vereinten Nationen sind sich einig, dass der Wohlstand der Menschen mit dem Schutz des Planeten einhergehen muss. Deshalb wurden während der Rio-Konferenz 2015 von 193 Staaten die „Sustainable Development Goals" ins Leben gerufen – ein weltweiter Aktionsplan.

Die Baumpflanzaktionen von Treedom unterstützen die Erreichung von 10 der insgesamt 17 SDGs. Auch unser Unternehmenswald leistet so einen kleinen Beitrag zu diesen 10 Zielen. Wir erzählen euch gerne kurz, wie:

 

Bildquelle: treedom.net

 

SDG 1 – No Poverty
Die Früchte der gepflanzen Bäume gehören den Bauern, die sie verkaufen können und so ein zusätzliches Einkommen für ihre Familien erzielen.

SDG 2 – Zero Hunger
Die Bauern können die Früchte essen bzw. vom erzielten Einkommen Nahrungsmittel kaufen. Das Agroforstsystem bietet außerdem eine größere Biodiversität als die in vielen Entwicklungsländern bevorzugten Monokulturen (z.B. Mais), so dass Treedomprojekte auch die Menge und Vielfalt der zur Verfügung stehenden Nahrungsmittel in den Gemeinden verbessert.

SDG 4 – Quality Education
Treedom bietet vor Ort Schulungen zu Umweltthemen, nachhaltiger landwirtschaftlicher Entwicklung, Agroforsttechnik und IT.

SDG 5 – Gender Education
Treedom fördert in allen Projektphasen die gleichberechtigte Beteiligung von Männern und Frauen.

SDG 8 – Decent Work & Economic Growth
Durch eine Anschubfinanzierung ermöglicht es Treedom den Kleinbauern und ihren Kooperativen ohne Eigenkapital ein Agroforstprojekt zu starten.

SDG 10 - Reduced Inequalities
Treedom bezieht lokale Kleinbauern, Manager für die Kooperativen und Techniker in die Projekte ein und schafft so Arbeitsmöglichkeiten in bislang weniger entwickelten Gebieten – unabhängig von Geschlecht, Alter, Bildungsstand und sozialem Status. Die bereits erwähnten Anschubfinanzierungen wirken ungleichem Zugang zu Finanzmitteln entgehen.

SDG 12 - Responsible Consumption
Treedom motiviert einerseits Verbraucher und Unternehmen, Bäume mit einem realen Nutzen zu kaufen und so Verantwortung zu übernehmen. Gleichzeitig werden lokale Kleinbauern vor Ort ermutigt, auf ökologisch nachhaltige Agroforstsysteme zu setzen.

SDG 13 – Climate Action
Treedom hat derzeit mehr als 2,3 Millionen Bäume in 18 Projekten gepflanzt und speichert damit über 640 Millionen kg CO2.

SDG 15 – Life on Land
Die Auswahl der gepflanzten Arten richtet sich nach den Bedürfnissen der Agrarkooperativen vor Ort und der lokalen Artenvielfalt. Einheimische Pflanzenarten werden bevorzugt, um die lokale Flora und Fauna nicht zu gefährden.

SDG 17 – Partnership for the Goals
Treedom bringt verschiedene Akteure für eine nachhaltige wirtschaftliche, ökologische und soziale Entwicklung zusammen.

Willst du wissen, wieviel CO2 du jährlich produzierst? Mit dem Neutralize-Rechner von Treedom kannst du das ganz spielerisch hochrechnen.

„Sind Baumpflanz-Aktionen nicht oft Greenwashing?

Wir können nur für unser Unternehmen sprechen, aber da sagen wir ganz klar: Nein!

  • Weil unsere Software PROAD kein klima-unfreundliches Produkt ist, das wir mit „grüner Politur" oberflächlich ökologisch aussehen lassen müssen.
  • Weil die Treedom-Initiative nicht auf Masse setzt: In unserem Unternehmenswald werden keine großen Mengen an Billigbäumen gepflanzt und dann sich selbst überlassen, sondern Treedom-Agroforstsysteme werden von Experten geplant und über Jahre betreut und gepflegt.
  • Weil es uns nicht um eine einmalige PR-Aktion geht, sondern unser Ziel ist eine langfristige, lebendige und wachsende Baumpaten-Community unserer Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner.

Wir wissen, dass ein Unternehmenswald PROAD noch nicht hundertprozentig „grün" macht. Aber die Treedom-Kooperation ist ein guter Anfang und wir arbeiten parallel an weiteren Ideen, wie wir Schritt für Schritt nachhaltiger werden können. Wir halten euch auf dem Laufenden!

Habt ihr noch weitere Fragen zu unserem Treedom-Engagement oder zur Nachhaltigkeit unserer Software allgemein? Wir tauschen uns gerne mit euch aus und freuen uns auch über Anregungen, was ihr euch von einem nachhaltigen Software-Partner wünscht!

Du bist Neukunde und hast einen Baumcode erhalten?

Auf unserer Treedom-Seite könnt ihr euren Baum abholen und bei seinem Wachstum begleiten. Im Baumtagebuch erhaltet ihr regelmäßig Infos über euren Baum und über das Projekt in Kenia.

Bei Fragen zu unserem Treedom-Engagement sind wir gerne für euch da!