Wie Scrum uns das Leben erleichtert.

Die Projektmanagement-Methode Scrum wird immer beliebter. Es funktioniert mit speziellen Tools oder klassischen Klebezetteln. Doch was ist Scrum eigentlich genau?

Gemeinsame Scrum Planung am Whiteboard

Scrum. Was sich für das deutsche Ohr anhört wie eine Mischung aus Neologismus und Anglizismus ist im englischsprachigen Alltag ein geläufiges Wort. Es beutet so viel wie „Gedränge" und lässt sich sehr gut auf die Arbeitswelt anwenden. Oft wird es hektisch und laut, meist ist viel los und am besten alle immer durcheinander, so dass wichtige Daten untergehen und der Überblick verloren wird – wer sollte den überhaupt nochmal behalten? Scrum wirkt dem entgegen.

 

Was ist Scrum?

Scrum ist ein Managementsystem, das das Gedränge ordnet, wenn alle anderen den Überblick verloren haben. Das Erfolgsprinzip des Systems besteht darin ein Projekt nicht von Anfang bis Ende komplett durchzuplanen, sondern es in kleine Stücke zu zerlegen und diese nacheinander anzugehen. So kann zu jeder Zeit Transparenz geboten und Feedback eingebracht werden. Es zählt als bekannteste Methode des agilen Projektmanagements und sollte mittlerweile Teil jeder digitalen Transformation sein. Diese vernetzt die reale Welt mit der digitalen und bietet neue Formen der Interaktion zwischen Computer und Mensch. Ein hohes Maß an Agilität und Flexibilität wird hierbei garantiert, da sich ständig ändernden Gegebenheiten angepasst werden muss. 

 

Wer wirkt mit?

Ein Scrum Team setzt sich aus drei kleineren Teams zusammen.
Der Kopf eines jeden Projektes ist der Scrum Master. Als Master des Gedränges sorgt er zunächst für die Scrum-Einführung und anschließend kümmert er sich um den Einhalt der Regeln. Er behält alle weiteren Teams und alle Arbeitsschritte im Auge und berichtigt, sollte etwas falsch laufen. Der Product Owner spielt eine nicht minder wichtige Rolle im Scrum. Er bildet die Schnittstelle zwischen dem Kunden und dem Entwicklungsteam. Unter ständiger Rücksprache mit dem Kunden erstellt er Anforderungen und sorgt für dessen Umsetzung im Entwicklungsteam. Er ist letztendlich für den Erfolg des Projektes verantwortlich. Richtig praktisch wird's dann im Entwicklungsteam. Dieses setzt selbstorganisiert die Anforderungen um und ist somit für die Produktqualität verantwortlich. Neben dem Scrum-Team gibt es noch weitere Teilnehmer, die wichtige Rollen einnehmen:
Das Management muss alle benötigten Ressourcen kennen und zur Verfügung stellen, damit ein Projekt erfolgreich abgeschlossen werden kann. Zuletzt mischen sich in das Scrum noch zwei weitere, externe Mitspieler, die den Grund für den Projektstart darstellen: Der Kunde und die Anwender. Der Kunde steht zu jeder Zeit des Projektes mit dem Product Owner in Kontakt und wird nach jedem Schritt um ein Feedback gebeten, dass dann direkt miteingebracht werden kann. Auch die Meinung der Anwender, die gleichzeitig auch Kunde sein können, fließt in die Entwicklung mit ein.

 

Typischer Ablauf eines scrum-gesteuerten Projektes

Zunächst bedarf es einer Produktvision, die, nach Absprache mit dem Kunden, vom Product Owner entwickelt wird und sich durch den stetigen Austausch auch während des Projektes weiterentwickeln und verändern kann. Hierfür erstellt der Product Owner ein Product Backlog, also eine Art geordnetes und niedergeschriebenes Brainstorming, das er zu Anforderungen zusammenfasst. Hierfür kann zum Beispiel die Kanban-Technik angewendet werden.

 

 

Kanban

Kanban dient dazu den Workflow zu visualisieren, um so bestehende Probleme aufzudecken und zu eliminieren. Die einzelnen Aufgaben und Arbeitsschritte werden unterteilt und parallellaufenden Arbeiten limitiert. So wird die Konzentration immer nur gebündelt auf einen Bereich gerichtet und die Effizienz gesteigert, ohne dass nachfolgende Arbeitsschritte aus den Augen verloren werden. Wichtig ist, dass die Aufgaben in den Flow integriert werden und diesen nicht behindern. Ist das der Fall, wird dieser Schritt genauer hinterfragt und gegebenenfalls optimiert.

 

 

Weitergeleitet an das Entwicklungsteam werden die Anforderungen an das Scrum Product dann bearbeitet, allerdings unterteil in sogenannte Sprints. Hierfür wird zuerst auch ein Sprint Backlog erstellt, indem das Entwicklungsteam selbstständig entscheidet, welche Anforderungen angegangen werden. In dem folgenden Sprint, der nicht länger als einen Monat dauern sollte, wird eine Anforderung herausgepickt und bearbeitet. Nachdem ein Sprint abgeschlossen ist, startet direkt ein neuer. Das Ergebnis wird dann vom Product Owner dem Auftraggeber präsentiert, welcher die Funktionalität überprüfen und gegebenenfalls Änderungswünsche anbringen kann. Das Team reflektiert währenddessen gegangene Schritte und analysiert, sowie eliminiert Fehlerpotential. Ist ein Auftrag komplett abgeschlossen, wird dieser als „done" markiert.

 

Entwicklung von Scrum

Scrum findet seinen Ursprung in der Softwareentwicklung, seine Anwendungsgebiete gehen allerdings weit darüber hinaus. Auch in der Entwicklung von Hardware und im Marketing findet es Anwendung, sowie in der Organisation und dem Management von nahezu allen Bereichen des täglichen Arbeitslebens. Im Großen und Ganzen dient Scrum dazu Produkte zu entwickeln, sie zu optimieren oder sie zu erneuern. Die momentane Effizienz und Arbeitstechniken eines Projektmanagements werden unter die Lupe genommen und Verbesserungspotentiale werden aufgezeigt. Durch die Zerteilung eines großen Projektes in viele kleine Arbeitsabläufe und die stetige Kommunikation mit dem Kunden und den Anwendern, wird Transparenz geschaffen. Insgesamt wird dadurch die Produktivität erheblich gesteigert und zukünftige sowie laufende Projekte können optimiert werden.

 

Scrum als Teil der digitalen Transformation

Die Ziele von Scrum teilt auch die digitale Transformation. Durch sie sollen Daten besser analysiert werden, Übersichtlichkeit geschaffen, Potential ausgenutzt und Risiken vorgebeugt werden. Dabei steht der Kunde natürlich immer im Fokus. Auch PROAD gestaltet die digitale Transformation mit und sieht es als höchste Priorität Probleme zu analysieren und eine kundenzentrierte Lösung zu finden. Dies gelingt zum Beispiel mit einer Managementmethode wie Scrum. In Echtzeit könnt ihr euch so mit Kunden austauschen. So entsteht eine erleichterte und verbesserte Kommunikation, durch die jeder Wunsch auf ein offenes Ohr trifft.
Im Prinzip ist Scrum also ein System, dass all diese Tipps, die man bereits irgendwo über mehr Produktivität gehört hat, einfach mal umsetzt. Es bringt einen dazu seine Gedanken zu ordnen und in managebare Häppchen und kleinere Teams zu zerteilen, anstatt planlos drauf loszulegen. Das Ergebnis: Ein zufriedener Kunde und die feierliche Markierung eines Projektes mit „done", welche ein wohlig warmes Gefühl der Befriedigung hinterlässt. Worauf wartet ihr noch?

Das erste „done" wartet schon auf euch!

 


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