Youngster Talk: Marco Stephan von Namics

Es müssen nicht immer die Agenturchefs sein – wir befragen einfach mal die jüngeren Mitarbeiter in Agenturen in unserer Rubrik „Youngster Talk". Denn die Agenturbranche hat mit vielen Vorurteilen zu kämpfen, z.B. Überstunden und schlechter Bezahlung. Warum entscheiden sich junge Menschen trotzdem dafür, in eine Agentur zu gehen? Heute im Talk: Marco Stephan, Frontend Engineer bei Namics.

Marco Stephan

Marco Stephan, Frontend Engineer bei Namics

Marco Stephan arbeitet bei der Fullservice-Digitalagentur Namics in Frankfurt als Frontend Engineer. Seine Aufgabe ist es, in großen Kundenprojekten die Designs in HTML-Markup und CSS umzusetzen und diese mit Javascript zum Leben zu erwecken. Dabei liegt der Fokus auch darauf, eine passende Architektur zu entwickeln, damit das Backend seine Arbeit einfach ins CMS einbinden und auch die Website immer weiter wachsen kann.

 

 

1. Was wolltest du (beruflich) vor zehn Jahren werden und warum?
Schon vor zehn Jahren wollte ich Softwareentwickler werden – Computer und insbesondere die Programmierung davon begeistern mich seit meiner Kindheit. Schon neben der Schulzeit habe ich Freunden geholfen, ihre private Website zu erstellen. Damals war es sehr "In", dass jeder seine eigene Homepage hatte, auf der man sich seinen Freunden vorstellte und Besucher sammelte.

 

2. Wer war der persönliche Held deiner Kindheit?
Mein Held war derjenige, der mich in die Computerwelt gebracht hat – mein Onkel. Er hat mir schon früh alte Computer geschenkt und mir gezeigt, wie man damit ein Netzwerk aufbaut oder die verschiedenen Betriebssysteme installiert und bedient. Auch war er es, der mir meine erste Internetdomain kaufte und mich so dazu brachte, eine eigene private Website zu veröffentlichen.

 

3. Wie bist du in der Agenturbranche gelandet – ganz zielgerichtet oder als Quereinsteiger?
Interessant an der Agenturbranche ist, dass immer wieder neue Projekte und neue Kunden auf einen zu kommen. So bekommt man viele verschiedenen Zielbranchen und Technologien mit. Bei meiner Jobsuche hatte mir dieser Gedanke sehr gefallen.

 

4. Wie sieht für dich der perfekte Start in den Tag aus?
Ganz privat: Neben meiner Freundin aufzuwachen und ihr einen guten Morgen zu wünschen. Duschen, frühstücken und der Ausblick auf einen sonnigen und erfolgreichen Tag machen den Start perfekt.

 

5. Wie viele Stunden pro Woche arbeitest du wirklich?
So viel wie mich das Projekt braucht – hier bei Namics ist allerdings alles so gut organisiert, dass meist keine Überstunden notwendig sind, um Absprachen und die hohen Kundenziele einzuhalten.

 

6. Schon mal Stress mit deinem Freund/Freundin gehabt, weil du zu viel arbeitest?
Nein, sie arbeitet selbst in der Branche und weiß, was der Beruf mit sich bringt.

 

7. Homeoffice – ja oder nein?
Bekomme ich eine große Entwicklungsaufgabe, arbeite ich gerne im Homeoffice. Dort kann man sich am besten konzentrieren und ungestört arbeiten. Allerdings arbeitete ich auch gerne direkt neben meinen Kollegen im Großraumbüro. Dies ist für eine enge Zusammenarbeit sehr hilfreich. Zudem stärkt es das Team, da gemeinsam am Projekterfolg gearbeitet wird.

 

8. Welche (verborgenen) Talente benötigt man aus deiner Sicht für den Agenturalltag?
Erstens: Teamfähigkeit, da man in großen Teams und direkt mit den Kunden arbeitet. Zweitens: Offenheit für verschiedene Themen und Branchen aber auch für sehr unterschiedliche Menschen. Drittens: Spaß an den Aufgaben!

 

9. Mit wem würdest du gerne mal ein Feierabend-Bierchen trinken?
Ich nehme 'ne Mezzo-Mix und zwar mit Mark Zuckerberg.

 

10. Wie sorgst du für deine persönliche Work-Life-Balance?
Ich bin viel draußen unterwegs: frische Luft und Blick in die Weite.

 

11. Welcher Schreibtisch-Typ bist du? Minimalist oder eher der kreative Chaos-Typ?
Bei mir muss es ordentlich und übersichtlich sein. Ich mag es nicht, wenn der Schreibtisch voll mit unnötigen Gegenständen ist. Auch mein Notebook-Desktop muss ordentlich und strukturiert sein. Kreativ ordentlich.

 

12. Wie organisierst du deinen Agentur-Alltag und behältst den Überblick über deine Projekte?
Ich bin bei Namics nur auf einem Projekt zur gleichen Zeit. Das macht es einfacher den Überblick zu bewahren. Sonst: Terminkalender und viele Notizen sind wichtig.

 

13. Was würdest du in einem Sabbatical machen?
Ich würde private Software-Projekte weiterführen. Während der Schul- und Studienzeit hatte ich mehr freie Zeit für solche Projekte. Ich habe noch ein paar angefangene Spieleentwicklungen offen. Auch würde ich gerne viel verreisen und mich mit weiteren Informatik-Themen, aber auch mit mir fremden Themen vertraut machen.

 

14. Was würdest du als erstes machen, wenn du Chef der Agentur in der du gerade bist, wärst?
Ich würde meinen Mitarbeitern die Möglichkeit geben, mehr eigene – zu Namics passende – Ideen zu entwickeln und daran zu arbeiten. Wir haben bei Namics zwar ein jährliches LAB, das zwei Tage dafür bereitsteht, allerdings finde ich das oft zu wenig Zeit, um wirklich kreativ zu werden.

 

15. Wo siehst du dich in zehn Jahren?
In zehn Jahren würde ich gerne schon länger in einer höheren Position arbeiten. Als Leader für viele andere Entwickler zum Beispiel. Und privat: eine glückliche Familie um mich haben.

 

17. Und zu guter Letzt: Deine all time-Lieblingswerbekampagne?
Cool finde ich zum Beispiel, die groß angelegten Kampagnen zum Kino-Start der Animationsfilme "Ich, einfach unverbesserlich (2010, 2013)" und "Minions (2015)". Dazu gab es neben verschiedenen Produkten von Leibniz über Capri Sonne bis hin zu Tick Tack auch verkleidete Litfaßsäulen, lustige Plakate und alle möglichen Werbeplattformen wurden gleichzeitig bespielt, sodass die Filme überall präsent waren. Ich bin gespannt, was uns dieses Jahr erwartet.

 

Danke, dass ich am Interview teilnehmen durfte! :)

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