Meine Lieblingskampagne: Die Besten Spots zum Muttertag

Alle reden von gelungenen Kampagnen aus dem Inland, unser Gründer und Vorstandsvorsitzender Stefan Dörrstein ist dagegen auch international unterwegs. Mit mehrals 25 Jahren Erfahrung im Agenturmarkt bewertet er regelmäßig Kampagnen, die ihm rund um den Globus aufgefallen sind. Heute geht es um die besten Muttertags-Kampagnen aus Übersee.

Stefan Dörrstein, Gründer und Vorstandsvorsitzender der J+D Software AG.

Ein kleiner Reminder für alle: Am 14. Mai ist Muttertag! Ja, das ist schon am Sonntag. Höchste Zeit, ein nettes Geschenk für die liebe Mama zu besorgen.Für Werbetreibende ist dieser Feiertag natürlich ein schöner Anlass, mit emotionalen Kampagnen zu überraschen. Und mir bietet sich dadurch die Gelegenheit diese anzusehen und die Top Spots für Sie herauszusuchen.Was auffällt: Werbungtreibende halten sich bisher ziemlich zurück. Wurde man 2016 sowohl in Deutschland als auch in den USA und UK noch mit Kampagnen überhäuft, ist es in diesem Jahr deutlich stiller um den Muttertag. Aber ein paar Werbe-Kampagnen habe ich trotzdem gefunden – und mein Favoritenranking aufgestellt.

 

 

 

 

1. Lysol: Protect Like a Mother

 

Mein Favorit für dieses Jahr. Endlich mal kein Wischi-Waschi-Spot, der zu sehr auf die Tränendrüse drückt. Lysol, die weltweit vertriebene Desinfektions- und Putzmittel-Marke, zeigt in ihrem Spot, dass niemand Kinder besser beschützt als ihre Mütter. Das ist nicht nur beim Menschen so, sondern auch in der Natur. Im Spot werden Menschenkinder von Bären, Löwen, Elefanten und Geiern vor all möglichen Situationen beschützt. So läuft eine Bärenmutter mit ihrem menschlichen Kind über einen Zebrastreifen. Ein Autofahrer, der fast zu spät bremst, bekommt einen gehörigen Schreck eingejagt, als sich die Bärin vor ihm aufbäumt. Der Spot – produziert von McCann New York – schlägt am Ende den Bogen zum Claim der Firma: niemand schützt besser als eine Mutter und niemand kann ihr besser dabei helfen als Lysol. Alles in allem ein sehr schön gestalteter Spot, der den Zuschauer nicht emotional plattdrückt, ihn aber trotzdem emotional einfängt. Mütter –egal welcher Spezies – machen sich nun mal immer Sorgen um ihren Nachwuchs und verdienen Unterstützung und einfach mal ein Danke!

 

2. American Greetings: #GiveMeaning

 

Ein Spot, bei dem kein Auge trocken bleibt, muss zum Muttertag dann aber doch sein. Der amerikanische Grußkartenhersteller American Greetings liefert gemeinsam mit der Werbeagentur MullenLowe U.S. echtes Taschentuchkino für die USA. Der Spot „The Tattoo" begleitet eine junge Frau in ein Tattoo-Studio, die sich ein Tattoo auf ihren Unterarm stechen lässt: einen handgeschriebenen Gruß ihrer Mutter. Es handelt sich dabei um eine Nachricht der letzten Geburtstagskarte, die sie von ihrer Mutter erhalten hat. Es wird klar, dass die Mutter nicht mehr lebt, durch die Tätowierung aber immer bei ihrer Tochter sein wird. American Greetings möchte mit dem Spot und dem zughörigen Kampagnen-Hashtag #GiveMeaning unterstreichen, wie wichtig Botschaften für Menschen sind. Die Botschaft, die Verbindung von Mutter zu Tochter ist so tiefgehend, dass sie sogar den Tod überwindet. Das Video ist wirklich gutes Storytelling, auf den Punkt und sehr bewegend.

 

3. Kraft Macaroni & Cheese: Swear Like a Mother

 

Aber Mütter können auch anders. Im stressigen Alltag könnte man auch schon mal kurz ausflippen. Da heißt es Ruhe bewahren. Im Muttertags-Spot von Kraft Macaroni and Cheese gibt Melissa Mohr, Autorin des Buches „Holy Sh*t: A Brief History of Swearing" (einer kleinen Anthologie des Fluchens also) ironische und vielleicht auch hilfreiche Tipps, wie Mamas richtig fluchen. Mütter werden quasi ermutigt, einfach mal so richtig zu fluchen. In Gegenwart der Kinder aber bitte nur durch die Blume! Ihre Wortschöpfungen sind ziemlich unterhaltsam. Aber das echte Gefluche eigentlich noch viel mehr.

 

4. KFC: Tender Wings of Desire

 

Am Ende wird es jetzt noch übertrieben romantisch und naja, vielleicht ein wenig unrealistisch. Dafür aber amüsant. Das US-amerikanische Franchise-Systemgastronomie-Unternehmen KFC geht jetzt nämlich unter die Produzenten von Groschenromanen. In der Hauptrolle: Colonel Sanders, das Werbegesicht von KFC, der zum Gigolo mutiert. Die Kampagne wurde von Wieden & Kennedy Portland erdacht. Im Spot wird das Buch „Tender Wings of Desire" von einem attraktiven dunkelhaarigen Mann mit nacktem Oberkörper vorgelesen. Da können sich die Mütter sicherlich freuen ;)
Der Plot: Madeline Parker flieht aus ihrer lieblosen Ehe in die Arme von Harland, einem gutaussehenden und geheimnisvollen Segler. Wie es weitergeht wird natürlich nicht verraten. Das kann man im Buch nachlesen, das es wirklich auf Amazon zu kaufen gibt. Das wäre doch glatt schon eine Geschenkidee zum Muttertag.

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