Umfrage: Agentur-Trends 2017 – Teil 3

Big Data, Influencer oder Content Marketing: Welche Trends werden komplett überschätzt und welche werden das Jahr 2017 wirklich prägen? Welche Ziele haben sich Agenturchefs für dieses Jahr gesetzt? Diese Fragen können nur von ganz oben beantwortet werden. In einer kurzen Umfrage haben wir uns deshalb bei Agenturgeschäftsführern umgehört und sie nach den Trends und Herausforderungen für die Branche 2017 gefragt. Die Ergebnisse unserer Umfrage unter den Agenturchefs veröffentlichen wir hier auf „Die Agenturblogger“.

Agentur-Trends 2017

 

Heute in Teil drei unserer Umfrage: Marion Perplies, Geschäftsführende Gesellschafterin der Kommunikation Schnell GmbH, Michael Röhrl, Geschäftsführer der Agentur Fullhaus und Christian Rüffel, Geschäftsführer von Sabath Media.

 

 

 

Marion Perplies - Geschäftsführende Gesellschafterin der Kommunikation Schnell GmbH

 
Marion Perplies, Geschäftsführende Gesellschafterin der Kommunikation Schnell GmbH

1.)          Welches Ziel wollen Sie 2017 mit Ihrer Agentur erreichen?

Mehr Umsatz, ein breites Kundenspektrum und die Einladung zu attraktiven Rankings wünscht sich doch jeder. Das ist nicht an ein Kalenderjahr gebunden. Wir haben im vergangenen Jahr viel Kraft und Zeit investiert, um unser Profil zu schärfen. Diesen Weg werden wir mit weiteren internen Workshops fortsetzen. Und wir werden uns auch nach außen hin gut sichtbar frisch und tatendurstig aufstellen. Ein neuer Name und ein neues Logo werden uns dabei helfen.

2.)          Welcher Trend wird 2017 wegweisend, welcher maßlos überschätzt?

Big Data ist ein Thema für unsere Industriekunden, aber noch nicht wirklich praxisrelevant. Content Marketing ist für mich nur eine neue Bezeichnung für einen großen Teil unseres Tagesgeschäftes, das wir schon betrieben haben, als es noch nicht so hieß. Also alter Wein in neuen Schläuchen.

3.)          Was sehen Sie als zentrale Herausforderung für das Werbejahr 2017?

Geeignete Mitarbeiter finden stimmt immer, sobald das Auftragsvolumen stark steigt. Daran arbeiten wir.

4.)          Welches Ziel haben Sie sich für 2017 persönlich gesetzt?

Unser Agenturumfeld so zu gestalten, dass es meinem ästhetischen Empfinden als Designerin stärker entspricht. Und ich will die Arbeitsbedingungen für mein Team weiter verbessern. Geht es dem Team gut, geht es der Agentur auch gut – und umgedreht. Aber da ist alles im grünen Bereich.

 

Michael Röhrl - Geschäftsführer der Agentur Fullhaus

 
Michael Röhrl - Geschäftsführer der Agentur Fullhaus

1.)          Welches Ziel wollen Sie 2017 mit Ihrer Agentur erreichen (z.B. bezogen auf Umsatzwachstum, Kundenportfolio, Kreativranking etc.)?

In erster Linie geht es für FULLHAUS darum, sich im Jahr 2017 zu festigen. Als Kommunikationsagentur sind wir in den letzten Jahren enorm gewachsen und müssen jetzt versuchen das Erreichte auch zu halten, zu festigen und in geordnete Bahnen zu lenken. Dieses Ziel wird agenturintern auch einige Umstrukturierungen und Veränderungen mit sich bringen. Die dadurch entstehenden freien Ressourcen versuchen wir dann natürlich noch mit neuen Kunden und Projekten auszulasten. Weiterhin wollen wir unser bisher gut angenommenes Standortkonzept Point of Emotion weiter ausbauen.

Unsere Meinung zu Ihrer Frage bzgl. Kreativranking ist unverändert: unser Ziel ist es nicht Preise zu gewinnen, wir möchten für unsere Kunden die Besten sein. Das sind Erfolge die für uns mehr bedeuten als ein Podestplatz in einem Kreativranking. Darauf werden wir uns auch dieses Jahr konzentrieren.

2.)          Welcher Trend wird 2017 wegweisend, welcher maßlos überschätzt?

Da wir sehr viel für den Handel arbeiten, sehen wir als wichtigsten Trend in diesem Jahr weiterhin die Digitalisierung und Emotionalisierung des Verkaufsraums. Unser Konzept Point of Emotion hat uns hier auch bestätigt, erste Umsetzungen zeigen Erfolge, das Feedback ist durchwegs positiv. Aber auch bei diesem Konzept stehen die Daten und der richtige Content deutlich im Fokus – das ist Content Marketing aus einem etwas anderen Blickwinkel. Wer die richtigen Daten hat und weiß, wie man diese zielgerichtet einsetzt, wird erfolgreich sein, auch am Point of Sale! Content Marketing ist aus meiner Sicht zwingend und wird immer mehr an Bedeutung gewinnen. Die Sammlung von möglichst vielen Daten ist weiterhin ein großes Thema, aber mit Maß und Ziel. Hier haben allerdings die meisten unserer Kunden vorher noch andere Probleme zu meistern.

3.)          Was sehen Sie als zentrale Herausforderung für das Werbejahr 2017?

Geeignete Mitarbeiter zu finden ist und bleibt eine große Herausforderung im Agenturgeschäft. Unsere Mitarbeiter sind die Basis für den Erfolg der Agentur, aber vor allem auch für den Erfolg unserer Kunden. Wir bewegen uns derzeit in einem Arbeitnehmermarkt, die macht diese Aufgabe leider nicht leichter. Zudem hat sich die Einstellung einiger Mitarbeiter und Bewerber zum Beruf gegenüber früher deutlich gewandelt. Kollegen zu finden, die für ihre Sache brennen und sich für die einzelnen Projekte wirklich begeistern und auch mal über das Erwartete hinaus engagieren ist daher unsere vorrangige Aufgabe beim Recruiting neuer Mitarbeiter. Aus den Erfolgen der Kunden sollte sich dann auch die Bereitschaft ergeben, dass der Kunde die Leistungen der Agentur so honoriert, dass auch eine entsprechende Marge bleibt. Nicht leicht – ich weiß – aber dies wäre zumindest meine Hoffnung. Dass klassische Maßnahmen immer mehr an Bedeutung verlieren ist überall spürbar, ich sehe das aber nicht ausschließlich. In vielen Bereichen werden die klassischen Maßnahmen – allen voran Print – nie ganz sterben und vielleicht sogar wieder eine neue Bedeutung bekommen. Die Welt, die Medien und die Kommunikation ist so komplex geworden, dass bald vielleicht auch einfache Medien wieder richtig gefragt sind.  

 4.)          Welches Ziel haben Sie sich für 2017 persönlich gesetzt?

Für 2017 habe ich mir keine großen persönlichen Ziele gesetzt. Dann bin ich wenigstens nicht enttäuscht, wenn sie nicht erreicht werden :-) Einen Wunsch hätte ich aber schon: Gesundheit! Im letzten Jahr hat mir das leider doch des Öfteren gefehlt, dann merkt man erst wie wichtig Gesundheit für alles ist. Als gesunder Mensch kann man viel erreichen, als kranker Mensch ist nichts erreichbar.

 

Christian Rüffel - Geschäftsführer von Sabath Media


Christian Rüffel - Geschäftsführer von Sabath Media

1.)          Welches Ziel wollen Sie 2017 mit Ihrer Agentur erreichen?

Für 2017 haben wir uns natürlich wieder einiges vorgenommen. Wir werden eine Zweigstelle bei Hannover errichten, um auch unsere Kunden in Mittel- und Norddeutschland persönlich betreuen zu können.

Zudem stehen die weitere Ausweitung des Online-Bereichs und die Themen 3D-Visualisierung & Augmented Reality bei uns sehr stark im Fokus.

Seit gut einem Jahr haben wir einige Kunden im Fashion- und Lifestyle-Bereich. Diese Bereiche wollen wir weiter sukzessive ausbauen.

 2.)          Welcher Trend wird 2017 wegweisend, welcher maßlos überschätzt?

Überschätzt: Big Data.

Wir sehen die immer schneller wachsenden Datenberge, doch wir setzen auf Tools, um mit der Informationsflut fertig zu werden. Strukturierung und Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden, ist hier ein Muss.

Wegweisend: Augmented Reality und Content Marketing.

Ich bin allerdings auch weiterhin der Ansicht, dass das eigentlich Wertschöpfende die Idee ist.

3.)          Was sehen Sie als zentrale Herausforderung für das Werbejahr 2017?

Das Thema „Gute Mitarbeiter finden und halten“ wird uns auch im Jahr 2017 beschäftigen. Durch unser Modell der „lebensphasenorientierten Personalpolitik“, für das wir mehrfach ausgezeichnet wurden, sind wir hier seit Jahren gut aufgestellt.

4.)          Welches Ziel haben Sie sich für 2017 persönlich gesetzt?

Wir möchten weiterhin mit Sabath Media unsere Kunden begeistern. Privat möchte ich gesund bleiben und dies zu schätzen wissen.

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