Umfrage: Agentur-Trends 2017 – Teil 2

Big Data, Influencer oder Content Marketing: Welche Trends werden komplett überschätzt und welche werden das Jahr 2017 wirklich prägen? Welche Ziele haben sich Agenturchefs für dieses Jahr gesetzt? Diese Fragen können nur von ganz oben beantwortet werden. In einer kurzen Umfrage haben wir uns deshalb bei Agenturgeschäftsführern umgehört und sie nach den Trends und Herausforderungen für die Branche 2017 gefragt. Die Ergebnisse unserer Umfrage unter den Agenturchefs veröffentlichen wir hier auf „Die Agenturblogger“.

Agentur-Trends 2017

Heute in Teil zwei unserer Umfrage: Heike Discher, Geschäftsführende Gesellschafterin von Kresse & Discher, Reinhard Pommerel, Geschäftsführender Gesellschafter von POMMEREL Live-Marketing und Stefan Krüger, Geschäftsführender Gesellschafter von cocodibu.

Heike Discher Geschäftsführende Gesellschafterin von Kresse & Discher


Heike Discher, Geschäftsführende Gesellschafterin von Kresse & Discher

 

1.)          Welches Ziel wollen Sie 2017 mit Ihrer Agentur erreichen?

Wir wollen unser kontinuierliches Wachstum weiter fortsetzen und uns klar als Content Marketing-Dienstleister für den Mittelstand positionieren.

2.)          Welcher Trend wird 2017 wegweisend, welcher maßlos überschätzt?

Die Bedeutung von Content Marketing wird 2017 weiter wachsen. Laut einer aktuellen Studie des Content Marketing Forums macht Content Marketing bei Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz bereits 26 Prozent des gesamten Marketingbudgets aus. Tendenz steigend. Wir selbst spüren das auch. Bereits im vergangenen Jahr haben wir eine deutliche Zunahme an Beratungs-Aufträgen verzeichnet. Unternehmen, vor allem aus dem Mittelstand, suchen Unterstützung bei der Entwicklung von Content Marketing-Strategien und -Konzepten. Das wird sich 2017 fortsetzen.

3.)          Was sehen Sie als zentrale Herausforderung für das Werbejahr 2017?

Ich sehe vor allem zwei große Herausforderungen für Agenturen. Erstens: gute Mitarbeiter finden und halten. Agenturen haben leider immer noch kein wirklich gutes Image als Arbeitgeber. Das muss sich ändern! Zweitens: die Wirkung der Kommunikation messbar machen. Hier wächst der Druck von Kundenseite.

4.)          Welches Ziel haben Sie sich für 2017 persönlich gesetzt?

Mehr Sport treiben!

 

Reinhard Pommerel Geschäftsführender Gesellschafter von POMMEREL Live-Marketing

 
Reinhard Pommerel, Geschäftsführender Gesellschafter von POMMEREL Live-Marketing

1.)          Welches Ziel wollen Sie 2017 mit Ihrer Agentur erreichen?

Natürlich ist eine Umsatzsteigerung geplant. Diese wollen wir durch eine verstärkte Positionierung als Kommunikationsagentur erreichen. Wir sind nicht nur Partner für den Bereich Event, sondern starke Partner unserer Kunden für die gesamte Kommunikation. Dabei sehen wir Live als Schwerpunkt für erfolgreiche Kampagnen. Damit einher geht eine Umsatzsteigerung durch eine erhöhte Produktivität der Mitarbeiter. Bei dem Pro-Kopf-Umsatz pro Mitarbeiter ist momentan noch Luft nach oben.

2.)          Welcher Trend wird 2017 wegweisend, welcher maßlos überschätzt?

Augmented und Virtual Reality sind eine gute Ergänzung für Live-Formate. Komplexe Zusammenhänge können anschaulich dargestellt werden, ohne dass die Person zwingend bei der Veranstaltung vor Ort sein muss. Dennoch ist ein Resultat der fortschreitenden Digitalisierung, dass die Face-to-face-Kommunikation an Bedeutung gewinnt. Es geht heute nicht mehr um das „höher, schneller, weiter“, sondern um Werte, um echte Sinnhaftigkeit in der Kommunikation. Völlig überschätzt finde ich daher den Begriff Content Marketing. Es ging schon immer um Inhalte. Man hat dem Kind nur einen neuen Namen verpasst.

3.)          Was sehen Sie als zentrale Herausforderung für das Werbejahr 2017?

Klassische Werbung wird im Zuge der digitalen Möglichkeiten abnehmen. Aber verschwinden wird sie nicht. Es sind kluge Lösungen gefragt, wie man Klassik, digitale Kommunikation und Live-Momente sinnvoll miteinander verknüpft.

4.)          Welches Ziel haben Sie sich für 2017 persönlich gesetzt?

Ich möchte mir mehr Ausgleichsphasen zur Arbeit schaffen. Mehr Zeit für Sport, mehr Zeit für die Familie.

 

Stefan Krüger – Geschäftsführender Gesellschafter von cocodibu

 

Stefan Krüger, Geschäftsführender Gesellschafter von cocodibu

 

1.)          Welches Ziel wollen Sie 2017 mit Ihrer Agentur erreichen?

Da gibt es zwei. Erstens: Wir leben im Neukundengeschäft ganz wesentlich von Empfehlungen. Die Qualität in der Betreuung zu halten bzw. noch weiter auszubauen, bleibt für uns also das A und O. Und zweitens: Wir haben gerade ein tolles Team beieinander – toi,toi, toi... Unsere Berater haben mehr Freiraum verdient.

2.)          Welcher Trend wird 2017 wegweisend, welcher maßlos überschätzt?

Ach ja, die Trends. Wie es immer so ist: Einige wenige Clevere machen das Geschäft, der Rest versandet im Mittelmaß. Abgesehen davon: Interessant wird der Wahlkampf dieses Jahr: insbesondere, inwieweit die Parteien die Mechanismen des digitalen Marketings aufgreifen – also Content Marketing, Personalisierung, Customer Journey-Tracking etc. Das könnte einen echten Paradigmenwechsel nach sich ziehen: weg von dem „Eine Botschaft für alle“ hin zu „eine individuelle Botschaft für jeden“.

3.)          Was sehen Sie als zentrale Herausforderung für das Werbejahr 2017?

Ich würde mich freuen, wenn die Vielfalt an klassischen (Print-)Medien erhalten bleibt. Das gilt ganz besonders für unseren B-to-B-Markt. Natürlich haben die Internet-Auftritte der einschlägigen Medienmarken, Blogs, Social Media und Videos eine viel höhere Bedeutung bekommen. Print – und das zeigt häufig auch das Feedback unserer Kunden – hat eben aber immer noch eine ganz eigene Wertigkeit.

4.)          Welches Ziel haben Sie sich für 2017 persönlich gesetzt?

Ein guter Gig diesen Samstag – das wäre schon mal ein Anfang.

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