Schlau in 60 Sekunden! Heute: Die Balanced Scorecard

Es geht weiter mit unserer Serie „Schlau in 60 Sekunden“ auf „Die Agenturblogger“. Kurz, knapp, und praxisnah erklären wir hier die wichtigsten Begriffe aus dem Agenturcontrolling. Heute: Die Balanced Scorecard.

Schlau in 60 Sekunden

Die Balanced Scorecard (englisch für ausgewogener Berichtsbogen) dient als Hilfestellung für die Umsetzung der Unternehmensstrategie. Auf Basis der Vision und Strategie für das Unternehmen, sprich: wohin soll sich das Unternehmen entwickeln und welche Maßnahmen müssen hierfür umgesetzt werden, werden messbare Kennzahlen festgelegt. Die Kennzahlen, Ziele und Maßnahmen werden in einer Tabelle eingetragen.

Die Balanced Scorecard mit ihren Kennzahlen soll allen Mitarbeitern eines Unternehmens dabei helfen, wichtige Ziele zu kennen und zur besseren (Strategie)Umsetzung beizutragen. Entwickelt wurde das Konzept der Balanced Scorecard Anfang der 90er Jahre von den beiden Forschern R.S. Kaplan und D.P. Norton, die vier Perspektiven eingeführt haben, um die Aktivitäten eines Unternehmens zu bewerten:

1. Finanzperspektive (Wie wird das Unternehmen von Geldgebern gesehen?)

Als Kennzahl können hier unter anderem die Rentabilität oder der Cash Flow gewählt werden. Welche Kennzahlen jeweils herangezogen werden, bestimmt ein Unternehmen in Abhängigkeit von seiner Vision und Strategie. Mögliches Ziel: Steigerung der Rentabilität um 10 % innerhalb eines Jahres.

2. Kundenperspektive (Wie wird das Unternehmen von Kunden wahrgenommen?)

Kennzahlen sind hier beispielsweise die Kundentreue und die Kundenzufriedenheit, aber auch die Anzahl der Neukunden. Hierbei könnte die Gewinnung von zehn Neukunden in einem Jahr als potentielles Ziel festgelegt werden.

3. Prozessperspektive (Welche Prozesse helfen dem Unternehmen Erfolg zu haben?)

Eine Kennzahl für diese Perspektive kann der Deckungsbeitrag pro Mitarbeiter oder Kunde sein. Eine weitere Möglichkeit wäre auch die Anzahl der Kunden oder Projekte. Ein potentielles Ziel: Die Erhöhung der Anzahl erledigter Projekte pro Jahr.

4. Lern- und Innovationsperspektive (Wie kann das Unternehmen Veränderungen besser umsetzen?)

Als Kennzahl wird hier beispielsweise die Anzahl der Weiterbildungstage pro Mitarbeiter pro Jahr herangezogen. Ziel ist die Verbesserung des Know-Hows der Mitarbeiter, was durch die Förderung der Weiterbildung erreicht wird.

 

Die Balanced Scorecard hilft dem Management und Mitarbeitern dabei, die Unternehmensentwicklung immer im Blick zu haben. Anhand quantitativer und qualitativer Kennzahlen können sie die Umsetzung der Unternehmensstrategie messen und steuern. Übrigens: Einen Überblick über alle wichtigen Kennzahlen für die Balanced Scorecard bietet eine Agentursoftware. Mit ihrer Hilfe lässt sich eine Balanced Scorecard einfach erstellen.

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