Alles auf Anfang

Was muss eine Agentur mitbringen, um in der heutigen Zeit am Markt zu bestehen? Muß sie Spezialist sein oder Generalist? Muß sie alles aus einer Hand anbieten? Oder einfach nur einen guten Job machen? Und wie soll sie positioniert sein, wo doch gerade Kreativ-, Media-,  Digital-, Content Marketing- und Social Media-Agenturen miteinander verschmelzen? In der neuen Rubrik „Alles auf Anfang“ befragen „Die Agenturblogger“ ehemalige Agenturchefs, was sie anders machen würden, wenn sie heute erneut eine Agentur gründen würden. Beginnen möchten wir mit keinem Geringeren als Mr. Media höchstpersönlich: Thomas Koch, dem Gründer von thomaskochmedia (tkm) und Herausgeber von Clap sowie ehemaligen CEO von tkmStarcom.

Thomas Koch

Copyright Clap/Jens Bruchhaus & Michael Ingenweyen

Nochmal eine Mediaagentur gründen? Unabhängig davon, dass man nicht zweimal im Leben das Gleiche machen soll, kann ich mir die „neue tkm“ ziemlich gut vorstellen. Sie hieße vielleicht Media Deutschland. Sie würde sich auf Beratung konzentrieren, aber natürlich Forschung, Einkauf, Programmatic, Customer Journey und den ganzen, heicen Shice anbieten. Unterscheiden würde sie sich dadurch, dass sie die beste Beratung in Kommunikationsfragen bietet, die man für gutes Geld bekommen kann. Weit über dem Niveau der Wettbewerber.

Apropos Geld. Auch darin würde sie sich von jeder anderen Agentur unterscheiden. Sie würde sich ausschließlich von Honoraren ernähren. Das ging früher, das geht auch heute. Sie würde keinen Cent von den Medien nehmen und jeden Cent Rabatt an ihre Kunden auskehren. So wäre sie völlig unabhängig in ihren Empfehlungen. Sie besäße damit eine Vertrauens- und Alleinstellung, die Blue Ocean alt aussehen ließe.

Meine neue Agentur wäre Partner des Kunden. Sie würde ganz eng an den Marketingzielen arbeiten. Und ebenso eng mit der Kreation zusammenarbeiten. Man würde sich gegenseitig befruchten. Wir kämen zu Lösungen, die jede betreute Marke wachsen ließe. Wir würden Erfolge hinlegen, die jeden Effie und jeden Mediapreis sprengen. Alle Kunden würden glücklich und uns mit Vergnügen weiterempfehlen. Daher wären auch alle Mitarbeiter glücklich. Wir würden mit den besten Bewerbungen überschüttet. Und damit schließt sich der Kreis.

Klingt also doch wie eine neue tkm…

Kommentare

Peter 22.08.2016 um 15:02 Uhr

Wenn da das Wörtchen wenn nicht wäre. In 3 Jahren konnte ich eine derartige Eventualitäten-Agentur nicht ausmachen. Heutzutage wird kassiert und wenn der Kunde nach 3 Monaten beginnt, Fragen zu stellen, wird mit der Arbeit begonnen.

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