Reden wir über Erfolg: Michael Röhrl, Geschäftsführer der Agentur Fullhaus

In unserer Rubrik „Reden wir über Erfolg“ interviewen wir regelmäßig Agenturchefs zu den Ups and Downs im Agenturbusiness. Heute: Michael Röhrl, Geschäftsführer der Agentur Fullhaus.

Michael Röhrl, Geschäftsführer der Agentur Fullhaus

Michael Röhrl, Geschäftsführer der Agentur Fullhaus.

1.) Was zeichnet Ihrer Meinung nach einen erfolgreichen Agenturmanager aus?

Leidenschaft und Innovationsgeist, kombiniert mit Fairness und Teamgeist. Man sollte von seinen Mitarbeitern/Kollegen nie etwas verlangen, was man nicht selbst auch tun würde. In Richtung Kunde sind aus meiner Sicht mit Verlässlichkeit und Vertrauen zwei Faktoren zurückgekommen, die wieder mehr Bedeutung erhalten.

2.) Gibt es in der Branche Menschen, die Sie persönlich stark geprägt bzw. inspiriert haben. Wenn ja: Wer und wie?

Nein, eigentlich nicht. Letztendlich prägt mich jedes Projekt, jedes Gespräch und jede Diskussion mit Kunden, Kollegen und Mitarbeitern. Und das jeden Tag aufs Neue.

3.) Welche Ihrer Charaktereigenschaften ist Ihrer Meinung nach besonders ausschlaggebend für Ihren eigenen beruflichen Erfolg?

Ich glaube es sind zwei: Ehrlichkeit und Verlässlichkeit. Zwei Eigenschaften die meine Position im Unternehmen und bei unseren Kunden ausmachen. Jeder, der mit mir zu tun hat, weiß woran er ist. Ich mache keine Zusagen die ich bzw. wir nicht halten können. Ich tue aber alles, um möglichst viel zu ermöglichen.

4.) Aus welchem Misserfolg haben Sie am meisten gelernt?

Da gibt es kein herausragend negatives Beispiel. Jede verlorene Präsentation und jeder verlorene Pitch prägt in seiner eigenen Art und Weise. Wichtig ist, solche „Niederlagen“ mit Abstand, aus Kundensicht und gerne auch etwas pragmatisch zu analysieren und seine Lehren daraus zu ziehen. 

5.) Wie stecken Sie Rückschläge eher weg: schnell vergessen und dann weiter oder lange dran knabbern und überlegen, was falsch gelaufen ist?

Das kommt auf den Umfang des Rückschlags an. Mehr dazu unter Punkt 4 ;-)

6.) Was gibt Ihnen die Energie, jeden Tag im Job neu durchstarten zu können?

Meine Familie. Ein starker Mann ist nur so stark wie seine Frau im Background. Ich bin seit Jahren glücklich verheiratet, sie hält mir immer den Rücken frei. Dazu kommen meine Kinder auf die man sehr stolz sein kann. Aus dieser Konstellation schöpfe ich sehr viel Energie. Dazu kommt eine Unmenge an Kaffee…

7.) Welche Ziele haben Sie sich für dieses Jahr vorgenommen – beruflich wie privat?

Beruflich: Wir haben uns mit dem Konzept „Point of Emotion“ in der Agentur ein neues, innovatives Standbein geschaffen. Diesen Bereich gilt es jetzt voranzubringen ohne die bestehenden Kunden zu vernachlässigen. Nicht einfach…

Privat: Es wäre schön mal wieder zwei Wochen Urlaub am Stück zu haben. Auch nicht einfach…

8.) Wie motivieren Sie sich, Ihre Ziele zu erreichen?

Das ist relativ einfach beantwortet ;-) Mein Beruf und die meisten Aufgaben machen richtig Spaß! Dazu kommt ein tolles Team, mit denen man auf einer freundschaftlichen Basis viel erreichen und bewegen kann.

9.) Erfolg in der Kommunikationsbranche – das ist in der Praxis auch immer Teamwork: Wie steuern Sie Ihre Agentur?

Eine Agentur ohne ein starkes Team funktioniert nicht. Die Aufgaben und Projekte in einer Kommunikationsagentur sind mittlerweile so vielfältig geworden – diese kann man als Einzelkämpfer bzw. Solist nicht mehr professionell erarbeiten bzw. umsetzen. Um das Team zu fördern und zu fordern muss man ihnen aber auch entsprechende Verantwortung übergeben und Selbstständigkeit zulassen.

10.) Überstunden, Pitches, Homeoffice-Arbeiter: Der Agenturalltag ist häufig durch eben so viel Kreativität wie Flexibilität geprägt. Wie behalten Sie den Überblick auf welchem Kundenprojekt was mit wie viel Aufwand und welchem Profit gemacht wird?

Alle Betriebswirtschaftler werden jetzt die Hände über dem Kopf zusammenschlagen :-), aber nur wenige Projekte werden bei uns über Aufwand und Ertrag analysiert. Wir stecken diesen aufwändigen Analyseaufwand lieber in unsere Aufträge. Im Fokus stehen immer die Zufriedenheit unseres Kunden und der Erfolg der Maßnahme, denn nur zufriedene Kunden sind treue Kunden. Ziel ist es, am Jahresende ein gutes Ergebnis zu erzielen, und das geht mit zufriedenen Kunden am besten.

11.) Welcher Zeitmanagement-Typ sind Sie: eher Chaot oder penibler Organisator?

Ich glaube beides. Ich habe jeden Tag einen „Masterplan“ für den Tagesablauf im Kopf, leider ist dieser so gut wie nie umsetzbar. Dann muss zeittechnisch wieder improvisiert werden, aber irgendwie klappt es immer.

12.) Gibt es Zeitmanagement-Methoden, die Sie aus dem Job ins Privatleben mitgenommen haben?

Nein Danke, besser nicht!

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