Reden wir über Erfolg: Andre Redlich, Vorstandsvorsitzender der familie redlich AG

In unserer Rubrik „Reden wir über Erfolg“ interviewen wir regelmäßig Agenturchefs zu den Ups and Downs im Agenturbusiness. Heute: Andre Redlich, Vorstandsvorsitzender der Agentur familie redlich AG, Geschäftsführer der familie redlich systeme GmbH und CPS-IT GmbH.

Andre Redlich, Vorstandsvorsitzender familie redlich AG und Geschäftsführer der familie redlich systeme GmbH

Andre Redlich, Vorstandsvorsitzender familie redlich AG und Geschäftsführer der familie redlich systeme GmbH

1.) Was zeichnet Ihrer Meinung nach einen erfolgreichen Agenturmanager aus?

Ein erfolgreicher Agenturmanager steuert mit seinem unternehmerischen Selbstverständnis und strategischen Visionen ein facettenreiches Team. Er versteht sich als Partner des Kunden und weiß, dass es geschäftlich auf mehr ankommt als nur auf Geld, Erfolg und Anerkennung.

2.) Gibt es in der Branche Menschen, die Sie persönlich stark geprägt bzw. inspiriert haben. Wenn ja: wer und wie?

David Ogilvy und Otto Pahnke. Otto beeindruckte mich mit seiner absoluten Identifikation mit der Marke, und zu seinen Führungsqualitäten gehörten unternehmerisches Durchsetzungsvermögen genauso wie Loyalität und Einfühlungsvermögen. Er gab der Kreation stets einen hohen Stellenwert und stellte für mich die beruflichen Weichen.

3.) Welche Ihrer Charaktereigenschaften ist Ihrer Meinung nach besonders ausschlaggebend für Ihren eigenen beruflichen Erfolg?

Persönlicher Lösungs- und Einsatzwille, Flexibilität und Verlässlichkeit. Und stets eine große Portion Neugierde und Offenheit.

4.) Aus welchem Misserfolg haben Sie am meisten gelernt?

Ich seh’ das sportlich: aus jedem.

5.) Wie stecken Sie Rückschläge eher weg: schnell vergessen und dann weiter oder lange dran knabbern und überlegen, was falsch gelaufen ist?

Ohne Reflexion lernt man nichts, aber auch hierbei schöpfe ich aus meiner Trainererfahrung: aufstehen und weiter.

6.) Was gibt Ihnen die Energie, jeden Tag im Job neu durchstarten zu können?

Ich richte meinen Blick immer wieder gerne auf das, was uns und unseren Erfolg ausmacht: Wir sind keine Hasardeure, die alles mitnehmen und leichtsinnig ein hohes Risiko eingehen. Wir versprechen nichts, was wir nicht halten können. Aber wenn wir eine Aufgabe übernehmen, liefern wir damit ein Versprechen ab und brennen dafür. Das heißt, auch mal Wege zu beschreiten, die nicht jeder zu gehen bereit ist.

7.) Welche Ziele haben Sie sich für dieses Jahr vorgenommen – beruflich wie privat?

Wir sind Ende letzten Jahres mit CPS-IT fusioniert und sind nun ein großartiges Team von über 125 Mitarbeitern. Da gibt es eine Menge zu tun. Privates bleibt privat.

8.) Wie motivieren Sie sich, Ihre Ziele zu erreichen?

Mit klarem Blick auf die Ziele. Dabei lasse ich mich immer wieder gerne positiv überraschen, wie viele Wege es gibt.

9.) Erfolg in der Kommunikationsbranche – das ist in der Praxis auch immer Teamwork: Wie steuern Sie Ihre Agentur? 

Der Erfolg unserer Kunden bescheinigt uns eine beispielhafte Gesamtkompetenz im Bereich komplexer Wissensdarstellung. Wir sind sehr erfahren darin, umfassende Sachverhalte sauber aufzudröseln und zu kommunizieren. Dabei sind wir alles andere als eine verkopfte Fachagentur.

Zu unserer Kommunikation gehört mediale Kompetenz genauso wie die soziale Kompetenz. Das ist kein Selbstläufer, sondern daran arbeiten wir täglich aktiv. Respekt ist für mich der Kern für das menschliche Miteinander und die Basis für jede erfolgreiche Kommunikation.

10.) Überstunden, Pitches, Homeoffice-Arbeiter: Der Agenturalltag ist häufig durch eben so viel Kreativität wie Flexibilität geprägt. Wie behalten Sie den Überblick, auf welchem Kundenprojekt was mit wie viel Aufwand und welchem Profit gemacht wird?

Jedes Team arbeitet für sich mit unterschiedlichen Controlling-Tools und Steuerungskomponenten für den Ressourceneinsatz. Was sie darin stets verbessert und was durch kein technisches Element ersetzbar – sondern sogar erforderlich – ist, sind die persönlichen Abstimmungen.

11.) Welcher Zeitmanagement-Typ sind Sie: eher Chaot oder penibler Organisator?

Je nachdem, was die Sache erfordert: Ich kann manchmal von rechts überholen und manchmal auch peinlichst präzise sein.

12.) Gibt es Zeitmanagement-Methoden, die Sie aus dem Job ins Privatleben mitgenommen haben?

Eher umgekehrt, seitdem mein Sohn Jon auf die Welt gekommen ist. Was für ein Glück!

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