Reden wir über Erfolg: Christof Krall, Geschäftsführer von Krall.Partner

In unserer Rubrik „Reden wir über Erfolg“ interviewen wir regelmäßig Agenturchefs zu den Ups and Downs im Agenturbusiness. Heute: Christof Krall, Geschäftsführer von Krall.Partner .

Christof Krall, Geschäftsführer von Krall.Partner

Christof Krall, Geschäftsführer von Krall.Partner

1.) Was zeichnet Ihrer Meinung nach einen erfolgreichen Agenturmanager aus?

Das richtige Team ist, wie bei einer Fußballmannschaft, ganz entscheidend. Wenn man hier in allen Positionen gut besetzt ist, läuft die Kugel, fließen die Projekte erfolgreich durch die Reihen. Ein guter Manager wählt das richtige Team für sein Spielsystem und denkt vor allem nicht, er müsse jeden Ball selber reinmachen. Am Freitag beginnt die EM... vielleicht komme ich deshalb auf Fußball.

2.) Gibt es in der Branche Menschen, die Sie persönlich stark geprägt bzw. inspiriert haben. Wenn ja: Wer und wie?

Da mein Vater Krall.Partner gegründet hat, bin ich quasi mit Agentur und in der Branche aufgewachsen. Das hat mich natürlich geprägt. Später war es dann meine Schwester, die die Agentur inzwischen übernommen hatte und von der ich viel über Agenturführung lernen konnte.

3.) Welche Ihrer Charaktereigenschaften ist Ihrer Meinung nach besonders ausschlaggebend für Ihren eigenen beruflichen Erfolg?

Gelassenheit.

4.) Aus welchem Misserfolg haben Sie am meisten gelernt?

Es darf kein Ungleichgewicht bei den Etats entstehen. Da kann ein Verlust, durch welche Umstände auch immer, auf einmal die ganze Agentur gefährden. Kein Misserfolg im eigentlichen Sinne, aber eine ausgesprochen lehrreiche Erfahrung.

5.) Wie stecken Sie Rückschläge eher weg: schnell vergessen und dann weiter oder lange dran knabbern und überlegen, was falsch gelaufen ist?

Eher schnell verarbeiten und weiter geht’s. Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.

6.) Was gibt Ihnen die Energie, jeden Tag im Job neu durchstarten zu können?

Morgens ein paar Kilometer laufen gibt mir persönlich Energie für den Tag.

7.) Welche Ziele haben Sie sich für dieses Jahr vorgenommen – beruflich wie privat?

Noch viele schöne Etatgewinne und ein Platz unter den ersten 30.000 beim Berlin Marathon im September.

8.) Wie motivieren Sie sich, Ihre Ziele zu erreichen?

Ich bin eigentlich immer motiviert. Vielleicht weil das Agenturleben mit allem Druck, den Niederlagen und den Erfolgserlebnissen, für mich einfach dazugehört.

9.) Erfolg in der Kommunikationsbranche – das ist in der Praxis auch immer Teamwork: Wie steuern Sie Ihre Agentur?

Wir haben ja nicht hunderte von Leuten zu steuern. Mit einer klaren Organisationsstruktur, regelmäßigen Jobbesprechungen und einer gewissen Portion Improvisation passt das schon.

10.) Überstunden, Pitches, Homeoffice-Arbeiter: Der Agenturalltag ist häufig durch eben so viel Kreativität wie Flexibilität geprägt. Wie behalten Sie den Überblick auf welchem Kundenprojekt was mit wie viel Aufwand und welchem Profit gemacht wird?

Natürlich ist ein vernünftiges Erfassungssystem unerlässlich. Aber mindestens genauso wichtig ist das Bauch- und Fingerspitzengefühl bei der Analyse und der Abrechnung.

11.) Welcher Zeitmanagement-Typ sind Sie: eher Chaot oder penibler Organisator?

Organisierter Improvisator.

12.) Gibt es Zeitmanagement-Methoden, die Sie aus dem Job ins Privatleben mitgenommen haben?

Es soll ja Leute geben, die ihren Urlaub mit Excel-Listen durchplanen ... Sagen wir mal, so bin ich nicht.

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