Reden wir über Erfolg: Maximilian Püschel, CEO der Agentur Interemotion

In unserer neuen Rubrik  „Reden wir über Erfolg“ interviewen wir regelmäßig Agenturchefs zu den Ups and Downs im Agenturbusiness. Heute: Maximilian Püschel, CEO der Agentur Interemotion.

Maximilian Püschel, CEO der Agentur Interemotion

1.) Was zeichnet Ihrer Meinung nach einen erfolgreichen Agenturmanager aus?

In erster Linie muss ein Agenturmanager gut und präzise kommunizieren können.

Er muss Ahnung von Kreativleistung haben und wissen wie diese zum Nutzen für den Kunden eingesetzt werden kann. Dabei helfen Verständnis für die Anforderungen und Ziele der Kunden sowie Erfahrung im Umgang mit unterschiedlichen Menschentypen.

Er muss ein guter Teamplayer sein, in seinem Team wie auch im Führungsteam des jeweiligen Kunden.

Er legt Wert auf transparente und nachvollziehbare Umsetzungsschritte und will Planbarkeit der betriebswirtschaftlichen Auswirkungen, für die Agentur und für den Kunden.

2.) Gibt es in der Branche Menschen, die Sie persönlich stark geprägt bzw. inspiriert haben. Wenn ja: Wer und wie?

In jungen Jahren (1970-95) haben mich Persönlichkeiten wie Luigi Colani, Karl Lagerfeld und Wolfgang Joop mit ihren Ideen an sich beeindruckt. Alles echte Typen, die heute noch sehr aktiv tätig sind und die mit der Zeit gehen. Vor allem Colani hat mich immer wieder mit revolutionären Ideen, die vorher noch niemand so konsequent durchdacht hatte, beeindruckt. Bei allen dreien hat mich immer die Kommunikationsfähigkeit auch gegenüber Kritikern sehr beeindruckt. Sie waren und sind in dem was sie tun überzeugend. Jeder auf seine eigene Art, immer mit Bedacht für sein eigenes Image und alle drei mit sehr persönlichem Stil und Charakter.

3.) Welche Ihrer Charaktereigenschaften ist Ihrer Meinung nach besonders ausschlaggebend für Ihren eigenen beruflichen Erfolg?

Beharrlichkeit, Fleiß, Ausdauer, Geradlinigkeit, Ehrlichkeit, Offenheit

4.) Aus welchem Misserfolg haben Sie am meisten gelernt?

Nur aus Fehlern lernt man. Das weiß man heute aus Neurowissenschaften und Lernforschung besser als gestern. Und jeder Lernschritt ist ein Erfolg. Also je unrunder ein Projekt läuft, desto mehr lernt man!

Wobei ich am meisten gelernt habe, kann ich nicht sagen. In meiner ersten Ehe vielleicht. Durchaus positiv gemeint.

5.) Wie stecken Sie Rückschläge eher weg: schnell vergessen und dann weiter oder lange dran knabbern und überlegen, was falsch gelaufen ist?

Ganz klar b). Aber ohne dran zu knabbern, sondern eher klar analysierend, was beim nächsten Mal besser laufen kann oder berücksichtigt/einbezogen werden muss, damit ‚die Kurve‘ eleganter oder schneller gefahren werden kann.

6.) Was gibt Ihnen die Energie, jeden Tag im Job neu durchstarten zu können?

Sicher die Lust am und der Wille zum Erfolg,  die Kontakte und Verknüpfungen mit Menschen und der Wunsch Ideen umzusetzen und zu verwirklichen.

7.) Welche Ziele haben Sie sich für dieses Jahr vorgenommen – beruflich wie privat?

Beruflich: die Neuaufstellung der Agentur für die Zukunft.

Privat: etwas mehr Freiraum und Unabhängigkeit.

8.) Wie motivieren Sie sich, Ihre Ziele zu erreichen?

Dazu kann ich keine eindeutige Antwort geben. Keine Ahnung. Neue Dinge, Sachverhalte, Themen, Geschäftsmodelle, Branchen sind für mich immer motivierend, dafür sorgen meine Neugierde und mein Entdeckergeist. Ich glaube die Zielfindung und -definition ist der schwierigere Prozess für mich, der natürlich immer im Abgleich der persönlichen Erfahrungen stattfindet. Ist ein Ziel erstmal gefixt, ist das Anpeilen und die Zielverfolgung ein logischer und damit automatischer Prozess. Die Problemlösungen auf dem Weg zum Ziel, sind halt der Weg. Manchmal mehr, manchmal weniger steinig.

9.) Erfolg in der Kommunikationsbranche – das ist in der Praxis auch immer Teamwork: Wie steuern Sie Ihre Agentur? 

Teamwork war und ist das Entscheidende in der Kommunikation und dafür ist Kommunikationsfähigkeit bei allen Teammitgliedern gefragt und wichtig, um sich zu verstehen. Die Steuerung der Projekte und Mitarbeiter werden mit Proad kaufmännisch sauber und sicher geführt. Durch Proad Sky nun auch dezentral und mobil.

10.) Überstunden, Pitches, Homeoffice-Arbeiter: Der Agenturalltag ist häufig durch eben so viel Kreativität wie Flexibilität geprägt. Wie behalten Sie den Überblick auf welchem Kundenprojekt was mit wie viel Aufwand und welchem Profit gemacht wird?

PROAD bietet verschiedene Möglichkeiten, erfasste Daten in den gewünschten aktuellen Bezug zu stellen. Dies bringt uns die nötige Transparenz und Übersicht in den Projekten.

11.) Welcher Zeitmanagement-Typ sind Sie: eher Chaot oder penibler Organisator?

Eindeutig beides. Das heißt nicht, mal so mal so! Sondern eher: wichtiges, externes und planbares wird penibel organisiert. Kreativität und Ideenfindung kann chaotisch in geplanten/reservierten Zeiträumen stattfinden.

12.) Gibt es Zeitmanagement-Methoden, die Sie aus dem Job ins Privatleben mitgenommen haben?

Ich glaube ja. Ich verhalte mich beruflich wie privat identisch. Auch das System ist das gleiche. Nur sind private Termine inhaltlich nicht für andere sichtbar. Früher nutzte ich beruflich das klassisch-analoge Time-System und privat schon früh einen Palm. Heute bin ich voll digital vernetzt und sehe in allen Systemen automatisch synchronisierte Inhalte.

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