Reden wir über Erfolg: Andreas Lerner, Geschäftsleiter & Gesellschafter bei Signalwerk

In unserer neuen Rubrik  „Reden wir über Erfolg“ interviewen wir regelmäßig Agenturchefs zu den Ups and Downs im Agenturbusiness. Heute: Andreas Lerner, Geschäftsleiter & Gesellschafter von Signalwerk, der Markenagentur für Bayern.

Bild Andreas Lerner

Andreas Lerner, Geschäftsleiter & Gesellschafter von Signalwerk

1.) Was zeichnet Ihrer Meinung nach einen erfolgreichen Agenturmanager aus?

Dass er klare, zeitgemäße Ziele hat und er sich mit den dafür richtigen Menschen umgibt.

2.) Gibt es in der Branche Menschen, die Sie persönlich stark geprägt bzw. inspiriert haben. Wenn ja: Wer und wie?

Fred Riemel und seine einzigartige Verbindung von Analyse und Kreation. Feico Derschow, der es wie kaum ein anderer beherrscht, kreative Talente zu fördern. Der leider viel zu früh verstorbene Regisseur Hatto Kurtenbach, bei dem ich viel über Marke und Werbefilm lernen konnte.

3.) Welche Ihrer Charaktereigenschaften ist Ihrer Meinung nach besonders ausschlaggebend für Ihren eigenen beruflichen Erfolg?

Neugierde und Ruhe.

4.) Aus welchem Misserfolg haben Sie am meisten gelernt?

Aus einem TV-Spot, dessen Idee nicht zum Budget gepasst hat. Seitdem halte ich mich an die Regel: Lieber eine „günstige“ Idee ausgezeichnet realisiert als eine „aufwändige“ Idee zu billig. Das sieht man. Und weder Kunde noch Agentur werden damit glücklich.

5.) Wie stecken Sie Rückschläge eher weg: schnell vergessen und dann weiter oder lange dran knabbern und überlegen, was falsch gelaufen ist?

Schnell drüber weg. Aber nicht ohne selbstkritisch zu analysieren, wie es zu einem Rückschlag kommen konnte.

6.) Was gibt Ihnen die Energie, jeden Tag im Job neu durchstarten zu können?

Die Aufgaben bringen die Energie. Glücklicherweise arbeite ich in einer schnellen Branche, die dauernd neue Möglichkeiten bietet und die ständiges Lernen ermöglicht. Ab und zu Sport hat sich auch bewährt.

7.) Welche Ziele haben Sie sich für dieses Jahr vorgenommen – beruflich wie privat?

Das Jahr ist schon fast um. Was als kleines aber feines Ziel noch bleibt ist, die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr von Arbeit freizuhalten.

8.) Wie motivieren Sie sich, Ihre Ziele zu erreichen?

Das Jahr ist schon fast um!

9.) Erfolg in der Kommunikationsbranche – das ist in der Praxis auch immer Teamwork: Wie steuern Sie Ihre Agentur?

Gesteuert muss so werden, dass man schneller ans Ziel kommt. 1. Klare Zielvorgaben.2. Präzise Planung. 3. Saubere Prozesse. 4. Kleinere Schritte mit kurzen, dafür gerne häufigen Abstimmungen.

10.) Überstunden, Pitches, Homeoffice-Arbeiter: Der Agenturalltag ist häufig durch eben so viel Kreativität wie Flexibilität geprägt. Wie behalten Sie den Überblick auf welchem Kundenprojekt was mit wie viel Aufwand und welchem Profit gemacht wird?

Zeiterfassung ist für jeden in der Agentur Pflicht. Damit können Aufwand und Rentabilität jedes einzelnen Jobs, eines Etats und jedes Kunden abgebildet werden. Der Soll-Ist-Vergleich hilft, die Kalkulationen permanent zu verbessern oder Schwachpunkte im Projektverlauf zu identifizieren.

11.) Welcher Zeitmanagement-Typ sind Sie: eher Chaot oder penibler Organisator?

Leider teils, teils. Was vermutlich die schlechteste Kombination ist.

12.) Gibt es Zeitmanagement-Methoden, die Sie aus dem Job ins Privatleben mitgenommen haben?

Ich würde es nicht Methode nennen, aber eine Regel gibt es: Aufgaben, die keine 5 Minuten brauchen sofort erledigen.

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